Was ist Zero Waste?

Das Wort “Zero Waste” ist in aller Munde. Vorallem wird es sehr oft mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht, aber was genau bedeutet das?

Zero Waste heisst nichts anderes als “Kein Abfall” von Englisch auf Deutsch übersetzt. Damit möchte man so wenig bis gar kein Abfall zum Abfallmulden oder zur Kehrichtverbrennugn senden. Doch wie macht man solche Dinge genau. Hier kommen zwei Aspekte zum Vorschein. Das eine ist das 5-R-Prinzip (in gewissen Fällen redet man hier schon 6 oder 7 R) und Kreislaufwirtschaft (engl. Circular Economy).

Da poppt sicher die eine oder andere Frage. Ist es möglich, wirklich Abfallfrei zu leben? Da muss ich sagen, Ja. Es hat sich mehrere Bewegung aus verschiedenen Länder gestartet. Hier in der Schweiz ist die bekannteste Bewegung Zero Waste Switzerland. Man kann sich hier dabei als Unternehmen oder als Privatperson Mitglied werden.

So zurück zum Thema. In diesem Beitrag erkläre ich, was das 5-R-Prinzip ist.

The 5-R’s

Abfallberge zu vermeiden kann eine grosse Hürde sein. Fast schon wie die zwölf Aufgabe von Herakles. Doch damit es doch einfacher wird, kann man das 5-R Prinzip immer anwenden, um die Aufgabe sich zu erleichtern.

Die Schritte sind Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden, Rezyklieren und Kompostieren. Auf Englisch macht es viel mehr Sinn, da die Wörter auch mit der “R”-Buchstabe beginnen: Refuse, Reduce, Reuse, Recycle and Rot. Man sollte auch klein anfangen und Schritt für Schritt verbessern. Hier ein Angehensweise, wie man machen kann:

Reduce – Vermeiden:

Sie können Dinge vermeinden, die Sie einfach nicht benötigen.

  • Akzeptieren Sie keine unnötigen Werbegeschenke wie Stifte, Luftballone, Kugelschreiben etc. Viele Dinge können Sie auch ein Foto mit dem Handy machen, damit Sie die Adresse nicht vergessen.
  • Bringen Sie ein kleines Schild an ihren Briefkasten um Gratiszeitungen und Werbematerialien zu vermeiden.
  • Quittungen, die sie nicht recycle können.
  • Kaufe keine neue Kleidungsstücke, welche auch in einem Second-Hand-Shop finden könntest.
  • Keine Einweg-plastiktüten, Strohhalme, Einwegkaffetassen annehmen. Wenn das nicht genug ist, dann kann sicher auch der Plastic-Free July dabei helfen.

Mit solchen Utensilien fällt das reduzieren von Einweg-Dinger auch einfachen:

Einweg-Kaffeetassen – Mehrweg-Kaffeetasse, z. B. Keep Cup, Einweg-Rasierer-Metall-Rasierer, Taschentücher – Taschentücher oder Recycling-Papier / Bambus-Taschentücher, Papierhandtücher – Kleidung aus Mikrofaser oder Baumwolle oder Recycling-Papierhandtuch, Kunststoff-Zahnbürsten – Kompostierbare Bambus-Zahnbürsten, Haftnotizen / Notizpapier – Elektronische Alternativen wie Microsoft Word, Apple Notes oder Wunderlist, Plastikstrohhalme – Bambus- oder Edelstahlstrohhalme, Frischhaltefolie – Bienenwachs oder pflanzliche Textilfolien, Kunststoffbehälter und andere Produkte – Glas, Pappe oder Bambus

Reduce – Reduzieren:

Beim Einkauf oder Dinge kann man reduzieren.

  • Räum dein zuhause auf. Am besten nimmst du alles von einem Zimmer und nur die wichtigsten Dinge wieder zurückzustellen. Die nicht benötigten Dinge verkaufst du am besten in einem Flohmarkt oder cyclest diese up (wiederverwerten).
  • Kaufe nur Produkte, welche nicht verpackt sind oder verpackt mit recycleten Materialien. So etwas bekommst du einfach in einem Bauern- oder Wochenmarkt.
  • Kaufe in grossen Mengen oder bringst eigene Behälter und lässt diese von Unverpackt-Behältern füllen.
  • Plane deine Mahlzeiten für die ganze woche. Indem du vorausplanst, wirst du keine Überlappungen haben und du reduziert automatisch die Menge, die einkaufst oder wegwirfst.
  • Iss weniger Fleisch und “Junk Food”. Die meisten Produkte kommen in Plastikverpackung. Ausserdem iss saisonal und lokale Produkte.
  • Setze ein wöchentlichen Budget. Das verhindert auch dazu, dass du zu viel ausgibst als notwendig und spart Abfall

Reuse / Repair – Wiederverwenden/ Reparieren:

Je mehrmals ein Artikel verwendet wird, desto besser ist es für die Umwelt.

  • Starte wiederverwendbare Behälter zu nutzen: Taschen, Flaschen, Kaffeebecher etc.
  • Lehne Bücher und DVD aus, statt diese neu zu kaufen.
  • Verwende wiederaufladbare Batterien.
  • Finde neue kreative Wege für Wegwerfsachen, z.B. Brottaschenklemme können verwendet werden, um Kabel zu kennzeichnen.
  • Lerne deine Kleidungsstücke zu nähen und zu flicken, anstatt diese wegzuwerfen.
  • Prüfe, ob defekte Teile repariert oder ersetzt werden können. Am besten schaust du, ob es ein Repair-Café in deiner Nähe gäbe.

Recycle – Rezyklieren:

Es ist wichtig, dass richtig recyclet wird. Besonders sind Kunststoff-Produkte richtig nach ihrer Herrstellung zu recyclen.

  • Finde heraus, was in den Recycling gehört. Z.B. können gewisse Putzmittel flaschen recyclet werden. (Achtung nicht alle Plastikflaschen können automatisch recyclet werden).
  • Stelle sicher, dass Recycling-Behälter sauber und trocken sind.
  • Elektronische Geräte müssen an einer speziellen Recycling Depot abgegeben werden.

Rot – Kompostieren:

  • Beginnen Sie mit einem Kompost behälter, ihre Lebensmittelabfälle zu füllen.
  • Kaufen Sie kompostierbare Artikel wie Bambuszahnbürse, Strohhalme usw.
  • Nutzen Sie Bioabfalbehälter und schauen Sie herum, wo Sie diese entsorgen können.

Kleine Dinge können schon grosses Bewegen. Vor allem geht es um den verantwortungsvollen Umgang. Es kann gut passieren, dass mein ein Ding nicht verzichten kann oder doch mal ein oder zwei Dinge gönnt. Niemand ist perfekt und es ist wichtig, dass viele es nicht ganz perfekt machen.

Über mich

Hallo liebe Besuchende,

ich kann gar nicht fassen, dass du hier auf abwägeli Blog bist. Aber wer steckt eigentlich dahinter. Damit du nicht im dunklen ertappst, stelle ich mich kurz mal vor und auch wieso ich zum Projekt Abwägeli gekommen bin.

Das bin ich

Das Bild neben dran bin ich. Das Foto isch schon ein bisschen älter, aber habe mich seither nicht viel geändert. Mein Name ist Shathu und mit einer der Mitgründer des Projektes Abwägeli. Jetzt im Jahr 2019 wurde ich 26 Jahre alt, bin aus Ebikon nähe Stadt Luzern und bin sehr enthusiastischer Nachhaltigkeit. Bevor ich mit abwägeli angefangen habe, hatte ich ein Büro Job und vor dem hatte ich ein sehr spezielles Studium gewählt. Wirtschafts-ingenieur und Innovation. Ich habe immer schon gewusst, dass ich ein Generalist bin und gerne verschiedene Dinge ausprobieren möchte und auch wissen möchte. Ich lerne gerne Neue Dinge, aber studieren tue ich doch ein bisschen weniger als gedacht. Doch dass ich doch zu meinen Zielen gelange, habe ich mir doch noch entschieden einen Master anzuhängen.

Deshalb habe ich mir gesagt, “Shathu, schau mal, du pensionierst mit 65 oder sogar noch später und du bist erst 25. Das heisst, du hast noch 40 Jahre. Da sind 2 Jahre eigentlich fast gar nichts. Wieso machst du es nicht und dann hast du auch bessere Möglichkeiten. Das weisst du ja aus deinen Erfahrung.” Also beschloss ich auf kurzer Hand ein Masterstudium, wieder an der HSLU zu machen. Ich hätte eigentlich die Möglichkeit auf der ganzen Welt meinen Master zu machen, wie die meisten in meinem Kreis dies tun, aber das kann ich auch sehr gut nach hinten schieben.

Mit dem Projekt abwägeli habe ich bereits im Jahr 2018 angefangen. Ich wollte mich immer schon mich mit Social Entrepreneurship befassen und hier landete ich mit diesem Projekt soweit. Das beste an diesem ganzen Projekt ist, dass ich in der letzten zwei Jahren, welche ich das Projekt (leider) parallel verfolge, sehr vieles über betriebliches, über Nachhaltigkeit, über Entrepreneurship und auch über mich gelernt habe. Dazu habe ich auch einige Netzwerke schliessen können, auf was ich einigermassen schon stolz bin.

Mit meinem Master und Arbeitschreiben wird das Ganze nur noch schwieriger, aber ich werde versuchen, dies ganze noch in die richtige Wege zu leiten. Zusammen mit dem Projekt Nachschub Luzern werde ich schauen, dass schon sehr bald ein mobilen Unverpackt / Quartierladen in Luzern zu sehen gibt.

Wenn ihr mich kontaktieren möcht oder über mich mehr erfahren möchtet, schreibt am besten ein E-mail an shathu(at)abwageli.ch. Ich bin auch meistens für ein Bier oder Kaffee zu haben.

Projektstatus Dez 2019

(4 Minuten Lesezeit)

Eigentlich bin ich schon so spät mit der Projektstatus, aber ich erzähle gerne, was bisher passiert ist.

Wie ihr vielleicht aus meinem vorherigen Post gelesen habt, entstand die ganze Idee aus einem Workshop namens “imp!act” organisiert durch Euforia, welche junge Erwachsene ermütigt, Projekte zu intieren, welche globale Herausforderungen lösen sollen. Daraus haben sich drei Studierende um das Thema nachhaltiger Konsum befasst und sich gefragt, wieso man eigentlich eher in die Supermärkte geht und nicht vielleicht zum Unverpackt laden oder zum nächsten Wochenmarkt.

Schnell haben wir herausgefunden, dass viele wegen der guten Erreichbarkeit und Bequemlichkeit der Supermärkte meistens nicht in Unverpackt-Läden gehen. Ausserdem sind die Unverpackt-Läden für die meisten sehr unpraktisch, da sie meistens nicht in der Nähe sind, andere Öffnungszeiten haben und auch mit den Behälter sehr mühsam sind.

Kurzer Hand kamen wir sehr schnell auf die Lösung, dass wir auf einen mobilen Unverpackt-Laden bauen könnten, der die zwei Elemente hinein nimmt: erstens es reduziert die Distanz zum Laden und zweitens man spart noch Zeit, welche man für die Familie oder Hobbies gebrauchen kann. Wie soll das denn konkret aussehen? Wir haben gedacht, dass ein Lastwagen mit einem Sortiment vorbei kommen könnte. Denn so hat Herr Gottlieb Duttweiler (Gründer von Migros) auch angefangen und ist mit der Migros Genossenschaft zu der grössten Detailhändler in der Schweiz geworden. Hier könnt ihr seine Biographie anschauen.

Doch für ein Lastwagen ist das Konzept zu gross gewagt. Die Frage war nun, wäre es möglich es in einer kleineren Form anzufangen und zu sehen, hat es überhaupt Erfolg. Natürlich gäbe es die Variante: ein Lastenvelo, der mit einer kleinem Sortiment hat und Produkte möglichst plastikarm anbieten kann.

Mit dieser Idee sind wir zu dritt nach aussen getreten und suchten nach potentiellen Geldgeber. Durch Hilfe von Bekannten und Freunden wurden wir aufmerksam auf verschiedene Plattformen, welche das Projekt “abwägeli” unterstützen könnte. Als Studierendenprojekt hat man sehr schnell Möglichkeiten, unterstützt zu werden, da sehr viele auch auf den Lerneffekt einen Wert legen. Durch Anträge und Anfragen haben wir von vier Institutionen und Organisation finanzielle Unterstützung erhalten. In dieser Stelle möchte ich all diese Organisationen noch bedanken: U-Change, HSLU Wirtschaft, Detranz (inkl. Johannes Seeb) und step into action Bern.

Da kamen wir schon zum nächsten Punkt. Wie bewerkstelligen wir dies. So Leute wurden angefragt, potientielle Nutzende wurden befragt und auch Leute mit Erfahrungen mit Fragen gelöchert, damit wir keine Probleme am Schluss entdecken und schon mit einigen Wissen in das Projekt anfangen können. Während dieser Phase haben wir entdeckt, dass das Team nicht wieter existieren kann, da Zeit-Ressourcen selbst als Studierende sehr knapp. Darauf hin wurde das Projekt als alleinige Person weitergezogen.

Mit einigen Zeichnungen und Marktrecherchen wurden wir sehr schnell klar. Selbst ein Lastenvelo in der Schweiz ist zu teuer. Aber was wäre, wenn wir ein E-Bike mit einem Anhänger fahren würden. Wie würde das auf unser Konzept machen? Darauf hin wurde das erste Modell gezeichnet, wie das aussehen kann.

Modell Prototyp 1

Mit dieser Idee wurde auch bald ein E-Bike gekauft und auch ein Anhänger gekauft. Schnell brauchten wir eine Werkstatt, welche diesen zusammen bauen könnten. Die HSLU kam hier sehr entgegen und gab uns einen Zugang zu ihrem Design Atelier, worin der Anhänger jetzt gebaut werden kann.

Doch bis der Anhänger fertig gebaut ist, müssen wir doch noch schauen, ob die Nachfrage vorhanden ist. Und man soll auch jetzt schon Werbung machen. Man sagt ja so schön, wenn man mehere Male von etwas hört, ist man auch mehr überzeugter. Darauf hin wurde hat abwägeli mit einem sehr einfach Konzept und mit Google Forms ein Online Lieferdienst gemacht. Momentan ist die Nutzung noch zu wenig, aber es wird demnach wird auch geplannt, dies auszuweiten oder komplett aufzuhören wegen mangelnder Ressourcen.

Die nächsten Phasen sind noch schwierig zu sagen, da der Gründer von abwägeli sich mit dem Nachschub Luzern Team anhängt, um mehr Aufgaben und bessere Entscheidungsträgerstruktur zu einem besseren Angebot zum Schluss kommt. Hier könnt ihr dieses Projekt anschauen: www.nachschub-luzern.ch.